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Leinen: Eigenschaften, Tragegefühl und Pflege

ORGANICATION RedaktionAktualisiert: 16.10.20264 Min. Lesezeit
Leinen: Eigenschaften, Tragegefühl und Pflege

Leinen ist eine der ältesten Textilfasern überhaupt. Es fühlt sich kühl an, ist sehr robust und bekommt mit der Zeit einen weichen, lässigen Charakter. Hier liest du, was Leinen ausmacht, wie es sich in Mischungen verhält und wie du es pflegst, damit es lange schön bleibt.

Auf einen Blick

  • Leinen wird aus den Stängeln der Flachspflanze gewonnen und ist eine reine Pflanzenfaser.
  • Der Stoff nimmt Feuchtigkeit schnell auf, gibt sie schnell ab und fühlt sich deshalb an heißen Tagen kühl an.
  • Leinen knittert leicht. Das gehört zum Material und lässt sich mit der richtigen Pflege gut in den Griff bekommen.

Vom Flachs zum Stoff

Leinen stammt aus den Stängeln der Flachspflanze. Nach der Ernte werden die Stängel geröstet, also eine Zeit lang Tau und Feuchtigkeit ausgesetzt, damit sich die Fasern vom Holzkern lösen. Danach werden sie gebrochen, gehechelt und zu Garn versponnen. Die Flachsfasern sind lang und sehr reißfest, daher ist Leinen eines der strapazierfähigsten Pflanzengewebe.

Aus derselben Pflanze kommen übrigens auch Leinsamen und Leinöl.

Wie sich Leinen trägt

  • Kühl und luftig: Leinen nimmt Feuchtigkeit schnell auf und gibt sie schnell wieder ab. Auf der Haut fühlt es sich deshalb frisch an, ideal für Sommer und Urlaub.
  • Robust: Die langen Fasern sind sehr fest. Gut gepflegt hält Leinenkleidung viele Sommer.
  • Strukturiert: Leinen hat eine leicht unregelmäßige Oberfläche mit feinen Verdickungen im Garn. Das gibt dem Stoff seinen typischen, natürlichen Look.
  • Wird weicher: Neues Leinen kann sich etwas fest anfühlen. Mit jeder Wäsche wird es geschmeidiger.
  • Knittert: Die Faser ist wenig elastisch, darum bilden sich schnell Falten. Viele mögen genau diesen lässigen Look.

Reines Leinen oder Leinen-Mix?

Reines Leinen ist besonders kühl, knittert aber auch am stärksten. In Mischungen mit Baumwolle wird der Stoff weicher, fällt etwas ruhiger und knittert weniger. Den kühlen Griff und die typische Struktur behält er trotzdem.

Bei ORGANICATION verwenden wir Leinen vor allem in solchen Mischungen. Die genaue Zusammensetzung steht auf jeder Produktseite, zum Beispiel:

Leinen Baumwolle TENCEL™ Lyocell
Griff kernig, strukturiert weich glatt, seidig
Tragegefühl kühl, luftig angenehm, vielseitig kühl, fließend
Knittern stark mittel gering
Ideal für Sommerkleider, Hosen, Hemden Basics für jeden Tag Tops, Röcke, Blusen

Leinen richtig waschen, trocknen und bügeln

  1. Waschen: Halte dich an das Pflegeetikett. Meist reichen 30 bis 40 °C. Höhere Temperaturen können dazu führen, dass der Stoff einläuft.
  2. Mildes Waschmittel: Verwende ein Feinwaschmittel ohne Bleichmittel. Dunkle und farbige Teile wäschst du am besten auf links.
  3. Nicht zu voll beladen: In einer halbvollen Trommel knittert Leinen weniger. Schleudere mit niedriger Drehzahl.
  4. An der Luft trocknen: Schüttle das Teil nach dem Waschen kräftig aus, zieh es in Form und häng es auf einen Bügel. Der Trockner strapaziert die Fasern.
  5. Leicht feucht bügeln: Wenn du es glatter magst, bügle Leinen noch leicht feucht bei mittlerer Temperatur. Bei Mischgeweben richtest du dich nach dem Etikett.

Mehr Tipps findest du in unseren Pflegehinweisen und im Artikel Kleidung richtig pflegen. Weitere Fasern stellen wir in Naturfasern im Überblick vor.

Häufige Fragen

Läuft Leinen beim Waschen ein?

Leinen kann bei zu heißer Wäsche oder im Trockner etwas einlaufen. Mit 30 bis 40 °C und Lufttrocknen passiert das in der Regel nicht.

Wie bekomme ich Falten ohne Bügeleisen heraus?

Häng das Teil direkt nach dem Waschen feucht auf und streich es mit den Händen glatt. Auch Dampf, etwa im Badezimmer nach dem Duschen, glättet leichte Falten.

Ist Leinen nur etwas für den Sommer?

Im Sommer spielt Leinen seine Stärken am besten aus. In der Übergangszeit kannst du Leinenhemden oder -kleider mit Strick oder einer Jacke kombinieren.